Der Trick mit dem Klick

Der Klicker ist ein Gerät, das ein akustisches Signal in Form eines "Klicks" erzeugt. Dadurch können erwünschte Verhaltensweisen verstärkt werden. Aus wissenschaftlicher Sicht fällt das Klickertraining unter die operante Konditionierung und kann bei fast jeder Tierart angewandt werden.

 

Um mit dem Klickertraining beginnen zu können, muss der Hund zuerst auf den Klicker konditioniert werden ("Anklickern"). Dies läuft wie bei der klassischen Konditionierung nach Pawlow ab. Der Hund lernt, dass der Klick etwas Positives bedeutet. Nach jedem Klick erhält der Hund Futter oder ein Spiel. Wobei ich Futter bevorzuge, da dies schneller abläuft und der Hund dadurch eher weniger in eine erhöhte Trieblage fällt.

 

Hat der Hund gelernt, was der "Klick" bedeutet, kann man anfangen gewünschte Verhaltensweisen mit dem Klicker zu bestätigen (Klickern und Belohnen). Lernt der Hund, dass er einen "Gewinn"(in Form von Leckerlies oder Spiel) für ein gewünschtes Verhalten  erhält, wird er dieses Verhalten daraufhin öfter zeigen. Genau diesen Effekt nutzt das Klickertraining aus.


Zu beachten ist, dass der Klick (bzw. die Belohnung) in einen möglichst kurzen Zeitraum zum gewünschten Verhalten folgt, da der Hund sonst das richtige Verhalten nicht verknüpfen kann oder ein falsches Verhalten mit der Belohnung verknüpft. Laut Literatur liegt das Verknüpfungszeitfenster für Hunde wie auch für Katzen im Bereich von 0,48 bis 0,7 Sekunden. Sprich, der Klick sollte ca. spätestens eine halbe Sekunde nach dem gewünschten Verhalten erfolgen. Der Klick selbst ist keine Belohnung, sondern nur ein Markierungssignal. Deshalb ist es wichtig, den Hund nach jedem Klick (mit Leckerlies oder einem Spiel) zu belohnen. Das Timing fällt am Anfang des Klickertrainings vielen noch schwer, aber mit der Zeit und ein wenig Übung hat man den Dreh bald raus


Das Klickertraining bietet den großen Vorteil, dass sich gewünschtes Verhalten wirklich punktgenau bestätigen lässt, und man somit das Verknüpfungszeitfenster besser einhalten kann. Im Gegensatz zur Stimme, ist der Klicker ebenfalls frei von Emotionen und Stimmungen und klingt für den Hund immer gleich. Trotzdem darf beim Klickertraining jederzeit parallel mit der Stimme bestätigt werden. Hat man den Klicker einmal nicht zur Hand, kann man dadurch trotzdem noch verbal bestätigen. Statt dem "Klicker" können natürlich auch andere Geräte wie z.B. eine Pfeife oder ein Fotoblitzgerät (bei Tieren ohne Gehör) verwendet werden, allerdings wird der Klicker in der Art eines "Knackfrosches" (siehe Foto) am häufigsten verwendet.


Hier findet ihr ein kleines Einführungsvideo zum Klickertraining: